220 m hohe Windkrafträder knapp 8km entfernt vom  militärisch genutzten Flughafen Lübeck


Der Flughafen Lübeck-Blankensee, der über eine rund 2,1 km lange Start- und Landebahn verfügt,  liegt weniger als 8 km von den geplanten Windkraftanlagen auf der Fläche PR_LAU_074 auf Rondeshagener Gemeindegebiet entfernt. Laut  Planungsgesellschaft GP Joule sollen auf der geplanten Windenergiefläche bei  Rondeshagen zwei oder drei 220m hohe Windkraftanlagen errichtet werden. Seit Mitte April wird der Flughafen allerdings auch für militärische Aufgaben genutzt.

Jetzt ergibt sich die Frage ob bei der Planung der WKA Potentialflächen die militärische Nutzung berücksichtigt worden ist. Windkraftanlagen können z.B. Radar beeinflussen. Das gilt besonders für militärische Luftraumüberwachung, die auch niedrige Flugziele erfassen muss. Wenn ein ziviler Flughafen zusätzlich militärisch genutzt wird, steigen typischerweise die Anforderungen an die Luftraumüberwachung und die Anforderungen an die Radarleistung

Sind diese strengeren Prüfungen in der Planung der Potentialfläche in Rondeshagen berücksichtigt worden? Wenn nein erfordert die aktuelle Sachlage

  • zusätzliche Gutachten (Radar / Flugverfahren)
  • Eine Höhenbegrenzung der Anlage
  • geänderte Position einzelner Windräder

 

Das bedeutet eine längere Genehmigungsdauer um eine neue Bewertung vorzunehmen, um  insbesondere Radar- und Navigationsanforderungen zu überprüfen:

Hindernisbewertung (Höhe der Anlage)

  • Lage relativ zu Anflug- und Radarachsen
  • Anpassung von Anflug- oder Abflugverfahren
  • Nacht- oder Tageskennzeichnung (Befeuerung)

 

LN Artikel vom 8.04.2026 Luftwaffe trainiert am Lübecker Flughafen