Der Rotmilan:
Rotmilane gelten als eine der Vogelarten, die durch Windkraftanlagen besonders bedroht sind. Sie sind nachweislich gefährdet, wenn Windkraftanlagen ungünstig platziert werden.
Mit guter Planung und Schutzmaßnahmen lassen sich viele Konflikte deutlich reduzieren – ein zentraler Punkt für naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien.
Gefährdete Vielfalt
• Rotmilane gehören in Deutschland zu den am häufigsten an Windkraftanlagen getöteten Greifvögeln.
• Studien zeigen, dass Kollisionen mit Rotorblättern ein relevanter Mortalitätsfaktor sind, regional sogar populationswirksam.
• Besonders kritisch sind Standorte nahe Brutplätzen, Nahrungshabitaten oder Flugkorridoren.
Gefahren durch Lebensraumverlust
Dazu tragen bei:
• Intensivlandwirtschaft (Nahrungsmangel)
• Verlust von Brut- und Jagdlebensräumen
• Illegale Verfolgung
• Verkehr und Stromleitungen
und auch Windkraftanlagen
Schutzmaßnahmen
Es gibt wirksame Maßnahmen:
• Abstandsregeln zu Brutplätzen (z. B. 1.000–1.500 m)
• Sorgfältige Standortplanung mit Raumnutzungsanalysen
• Abschaltzeiten bei hoher Aktivität (z. B. Mahd, Thermik)
• Attraktivitätsminderung im Umfeld (keine Kadaver, gezielte Flächennutzung)
• Monitoring nach Inbetriebnahme
Rotmilane in Gefahr
Rotmilane segeln oft langsam und kreisend in niedrigen bis mittleren Höhen – genau dort, wo sich die Rotorblätter drehen. Dabei achten sie stark auf den Boden (Beutetiere) und weniger nach vorne.
Intakte, lebenswerte Naturlandschaft
Lebensraumüberschneidung
Rotmilane jagen bevorzugt in offenen Agrarlandschaften, in denen Windparks häufig errichtet werden.
Anziehung durch Nahrungsangebote
Landwirtschaftliche Flächen, frisch gemähte Wiesen oder auch Kadaver können Rotmilane in die Nähe von Anlagen locken.