Weil wir hier leben
Wir leben gerne auf dem Land, in der Natur. Wir unterstützen die Produktion von alternativen Energien durch Windkraftanlagen. Wir sind allerdings der Meinung, das die Planung den Bürger mitnehmen muss, Belastung gerecht verteilt und Rücksicht auf die Lebensräume der Tierwelt und Landschaft genommen werden muss.
Wir nennen Gründe, warum es schlichtweg falsch und unsinnig ist auf Rondeshagener Gebiet Windkraftanlagen zu bauen.
Warum haben wir Bedenken gegen den Bau von Windkraftanlagen in einem Abstand von unter 1000 m zur nächsten Wohnbebauung?
Zwischen Rondeshagen, Groß Weeden, Kastorf und Bliestorf sollen mehrere Windkraftanlagen gebaut werden.
Die Anlagen sollen 200 m hoch werden und können bis zu 400 m von den nächsten Häusern entfernt geplant werden.
Lebensqualität
Geringer Abstand von bis zu 400m zur Wohnbebauung ist bedenklich, wegen der Lärmimmisionen, des periodischen Schattenwurfs und der optischen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Nachweislich relevant ist vor allem Belästigung und Schlafstörung, besonders bei zu geringem Abstand.
Denkmalschutz
Der Denkmalschutz soll u.a. historische Bauwerke und Kulturlandschaften erhalten und deren Erscheinungsbild, Umfeld und Sichtbeziehungen schützen.
Unzureichende Berücksichtigung der Anwohnerbelange
Die bisherige Information und Beteiligung der betroffenen Bürger erscheint unzureichend, Eine nachvollziehbare Abwägung der privaten Belange gegenüber den öffentlichen Interessen ist bislang nicht ausreichend erkennbar.
Zerstörung der Landschaft
Windkraftanlagen (WEA) verursachen Kritik wegen ihrer Auswirkungen auf die Landschaft:
Sie verändern das visuelle Erscheinungsbild ("Industrialisierung"), zerstören durch Bau (Straßen, Fundamente) und Rodungen Lebensräume und Böden, gefährden Vögel und Fledermäuse, führen zu Lärm, Schattenwurf und können lokale Mikroklimata beeinflussen, während Recycling und Produktion der Anlagen umwelttechnische Herausforderungen darstellen. Befürworter sehen Windkraftanlagen als notwendigen Klimaschutz, der die Natur langfristig schützt, während Kritiker die Zerstörung der „unberührten Natur“ beklagen
Wertminderung von Immobilien
In Deutschland kann der Bau von Windkraftanlagen in einem geringen Abstand von 400 Metern zu Wohngebäuden erhebliche Auswirkungen auf den Immobilienwert haben.
Insbesondere bei älteren Einfamilienhäusern in ländlichen Gebieten kann der Wertverlust im Jahr 2026 bis zu 30 % oder mehr betragen, was schnell Summen von 150.000 Euro erreichen kann.
Kultur und Naturschutz
Bedenken gegen Windkraftanlagen im Bereich des Kultur- und Naturschutzes basieren primär auf den optischen und ökologischen Eingriffen in geschützte Räume. Stand Januar 2026 hat sich die Rechtslage durch die Umsetzung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED III) und nationale Gesetze (z. B. das Wind-an-Land-Gesetz) deutlich zugunsten des Ausbaus verschoben, was die Konfliktpotenziale verschärft.
1. Bedenken im Kulturschutz (Denkmalschutz)
Die Kernargumente betreffen die Bewahrung des historischen Erbes und der kulturellen Identität:
Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes: Windräder können die visuelle Integrität von Baudenkmälern oder historischen Ensembles stören, insbesondere wenn sie Sichtachsen dominieren.
UNESCO-Welterbe: In sensiblen Gebieten (z. B. Oberes Mittelrheintal) gibt es strikte Ausschlusszonen, um den Status als Welterbe nicht zu gefährden.
Archäologische Stätten: Bauarbeiten und Fundamente können unentdeckte Bodendenkmäler zerstören.
2. Bedenken im Naturschutz
Hier stehen der Schutz der Biodiversität und die Unversehrtheit von Ökosystemen im Vordergrund:
Artenschutz (Vögel & Fledermäuse): Das Kollisionsrisiko für Greifvögel (z. B. Rotmilan, Seeadler) und Fledermäuse bleibt ein zentrales Argument.
Habitatverlust & Verdrängung: Der Bau in Waldgebieten führt zur Fragmentierung von Lebensräumen für scheue Arten wie die Wildkatze.
Infrastrukturelle Eingriffe: Für den Bau in Waldgebieten müssen Zuwegungen geschaffen und Flächen dauerhaft versiegelt werden.
Mehrfachbelastung
Belastungen und mögliche Gefahren durch die Sondermülldeponie SH/HH in Groß Weeden musste/muss unsere Region bereits hinnehmen..